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    Was Sie über Muskelrelaxans wirklich wissen müssen — 5 Fakten

    Dr. Lena-K. Schumann

    Dr. Lena-K. Schumann

    Leitende Oberärztin · Fachärztin für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie

    24. Juli 20266 Min.
    Was Sie über Muskelrelaxans wirklich wissen müssen — 5 Fakten

    Muskelrelaxans-Behandlungen gehören zu den am häufigsten durchgeführten ästhetischen Verfahren weltweit — und gleichzeitig zu denen, über die am meisten Halbwissen kursiert. Hier sind fünf Fakten, die Sie kennen sollten, bevor Sie sich behandeln lassen.

    1. Es entspannt Muskeln — es füllt nichts auf

    Anders als Filler füllt Muskelrelaxans keine Falten auf, sondern entspannt gezielt jene Muskeln, die durch wiederholte Bewegung sogenannte Mimikfalten erzeugen — etwa zwischen den Augenbrauen oder am äusseren Augenwinkel. Die Falten werden weniger ausgeprägt oder verschwinden vollständig, weil der ursächliche Muskelzug nachlässt. Statische Falten, die bereits in der Hautstruktur fixiert sind, werden dadurch nur teilweise gemildert.

    2. Die Wirkung kommt nicht sofort

    Erste Effekte zeigen sich nach 3 bis 5 Tagen, das volle Ergebnis nach 10 bis 14 Tagen. Wer also rechtzeitig vor einem wichtigen Termin behandelt sein möchte, sollte mindestens 2 bis 3 Wochen Vorlauf einplanen. Die Wirkdauer beträgt anschliessend in der Regel 4 bis 6 Monate, mit zunehmender Behandlungserfahrung oft etwas länger.

    3. Es ist seit Jahrzehnten medizinisch erforscht

    Muskelrelaxans wird seit den 1980er Jahren in der Medizin eingesetzt — ursprünglich zur Behandlung von Augenmuskelstörungen, später auch gegen Migräne, Spastik und übermässiges Schwitzen. In der Ästhetik wird es seit Anfang der 2000er Jahre standardisiert eingesetzt. Bei korrekter Dosierung und Injektion durch einen erfahrenen Arzt gilt es als sehr sicher.

    «Eine gute Behandlung sieht man nicht. Diese schrecklichen Porzellangesichter aus dem Internet sind nicht das Ziel. Mimik und Emotionen darf man bitte auch nach einer Toxin-Behandlung noch sehen.»

    Dr. Lena-K. Schumann

    4. Wer behandelt, ist mindestens so wichtig wie was injiziert wird

    Das Präparat ist standardisiert — die Injektionstechnik nicht. Welche Muskeln in welcher Dosis behandelt werden, entscheidet darüber, ob das Ergebnis natürlich oder maskenhaft wirkt. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie von einem Facharzt mit Erfahrung in Ästhetischer Medizin behandelt werden — nicht von einem schnellen Anbieter ohne medizinische Tiefe.

    5. Es ist keine Verpflichtung auf Lebenszeit

    Wer eine Behandlung nicht wiederholt, bei dem nimmt die Muskelaktivität wieder zu, die Falten kommen schrittweise wieder. Wir 'altern' dann nicht über Nacht um 10 Jahre. Es entstehen keine Abhängigkeiten und keine Schäden. Sie können jederzeit aufhören, ohne dass Ihr Gesicht 'eingefallen' wirkt — ein häufiger Mythos, der sich hartnäckig hält.

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    Unsere Fachärzte nehmen sich Zeit für Ihre Fragen und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan.

    Fazit

    Muskelrelaxans ist ein wirksames, gut erforschtes und — bei richtiger Anwendung — sehr natürliches Werkzeug der modernen Ästhetik. Entscheidend ist, wer behandelt und wie zurückhaltend dosiert wird. An der Privatklinik Kreuzlingen verstehen wir Ästhetische Medizin als Handwerk, das Ihre Persönlichkeit unterstreicht — nicht überdeckt.

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